Prepaid oder Vertrag – was passt zu mir?
Am Anfang bekommen viele gar keinen Vertrag – und niemand sagt ihnen, warum. Hier steht, was stattdessen geht.
Das Wichtigste
„Handy für 1 €“ ist nie geschenkt: Es steckt im Monatspreis.
Der Unterschied in fünf Zeilen
Beides funktioniert gleich gut zum Telefonieren. Der Unterschied liegt woanders: darin, wer vorher geprüft wird und wie lange du gebunden bist.
Wird deine Bonität geprüft?
- Prepaid: Nein
- Vertrag: Ja
Kannst du dich verrechnen?
- Prepaid: Nein
- Vertrag: Ja
Wann kommst du raus?
- Prepaid: Jederzeit
- Vertrag: Nach 24 Monaten
Preis je Gigabyte
- Prepaid: Höher
- Vertrag: Niedriger
Handy inklusive?
- Prepaid: Nein
- Vertrag: Oft angeboten
Warum manche keinen Vertrag bekommen
Vor jedem Laufzeitvertrag fragt der Anbieter bei einer Auskunftei nach, meist der Schufa. Wer neu in Deutschland ist, hat dort oft überhaupt keinen Eintrag. Das ist kein schlechter Eintrag – für den Anbieter sieht es aber ähnlich aus, und die Absage kommt trotzdem.
Du beantragst einen Vertrag
Der Anbieter fragt bei einer Auskunftei nach – meist bei der Schufa.
Die Auskunft entscheidet
- Auskunft in OrdnungDer Vertrag kommt zustande
- Kein oder schlechter EintragPrepaid – oder jemand bürgt für dich
Wie viel Datenvolumen brauchst du?
Zu Hause im WLAN zählt nichts mit – gemeint ist nur, was du unterwegs verbrauchst. Die meisten zahlen für deutlich mehr, als sie benutzen. Wie viel es bei dir wirklich ist, zeigt dir das Telefon selbst in den Einstellungen.
- Nachrichten und Telefonate1–3 GB im Monat
- Dazu Videoanrufe5–10 GB im Monat
- Dazu Videos unterwegs15–30 GB im Monat
„Handy für 1 €“ ist nicht geschenkt
Das Gerät ist nicht umsonst, es steckt im Monatspreis. Kostet derselbe Tarif ohne Handy 15 Euro und mit Handy 35 Euro, zahlst du für das Gerät 20 Euro im Monat – über 24 Monate also 480 Euro. Ob sich das lohnt, entscheidet ein Blick auf den Ladenpreis desselben Handys.
Derselbe Tarif ohne Handy 15,00 € · mit Handy 35,00 € · 24 Monate
- Der Tarif selbst15,00 €
- Anteil für das Gerät20,00 €
Laufzeit, Kündigung, Nummer mitnehmen
Deine Nummer gehört dir, nicht dem Anbieter. Beim Wechsel beantragst du die Mitnahme nicht beim alten, sondern beim neuen Anbieter – der kümmert sich um den Rest. Kosten darf sie nichts oder höchstens das, was sie den Anbieter wirklich kostet, und dein Anschluss darf dabei höchstens einen Werktag tot sein.
- Mindestlaufzeit0–24 MonateHöchstens 24 Monate. Eine Fassung über zwölf Monate muss dir ebenfalls angeboten werden – frag danach.
- Kündigen, wenn du wechseln willst23 MonateEin Monat Frist. Verpasst du sie, läuft der Vertrag weiter – aber nur noch monatlich, nicht mehr um ein ganzes Jahr.
Was du zum Wechseln brauchst
Vier Angaben, alle auf deiner letzten Rechnung oder im Kundenkonto. Mehr verlangt der neue Anbieter nicht.
- KundennummerSteht auf jeder Rechnung deines Anbieters.Auch im Kundenkonto in der App zu finden.
- RufnummerDie Nummer, die du behalten willst.Für mehrere Nummern braucht es je einen eigenen Auftrag.
- VertragsendeDer Tag, an dem die Mindestlaufzeit ausläuft.Kennst du ihn nicht, muss der Anbieter ihn dir nennen.
- IBANFür die Abbuchung beim neuen Anbieter.Ohne deutsches Konto geht meist nur Prepaid.
Was im Kleingedruckten steht
Vier Punkte, die im beworbenen Preis nie vorkommen und trotzdem den Unterschied machen.
- Was kostet der Tarif ab dem 25. Monat? Die Rabattphase endet, der Vertrag nicht.
- Was kostet eine Minute in dein Heimatland? Innerhalb der EU gilt dein Tarif, außerhalb selten.
- Wird nach dem Datenvolumen gedrosselt oder wird es teuer? Beides gibt es – gedrosselt ist das kleinere Übel.
- Ist eine Versicherung oder ein Abo mit im Paket? Steht es im Vertrag, zahlst du es mit.
Ein Mensch, wenn du ihn brauchst
Zusammen durchgehen?
Wenn du magst, sieht sich jemand deinen Vertrag oder dein Angebot mit dir an – auch, wenn dich ein Anbieter abgelehnt hat.

